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Zwei Schüler wollen hoch hinaus: Sie gründen Naturkosmetik-Startup Coffeecycle in Hamburg

Mit meinem Blog unterstütze ich zwei Schüler, die nachhaltige Seife aus Kaffeeabfällen herstellen. Die zwei Jungunternehmer, beide 18 Jahre alt, aus Hamburg gründeten das Coffeecycle. Sie erklären, wie sie auf die Idee kamen und was sie noch mit ihrem Startup vorhaben. Ich drücke ihnen die Daumen!

Das ist Coffeecycle!

Hallo, wir sind Liam Metzen und Leonardt Mücke aus Hamburg. Wir sind beide 18 Jahre jung und gehen in die 12. Klasse am Gymnasium Eppendorf. In diesem Jahr haben wir im Juli unser erstes eigenes Unternehmen gegründet, was während unserem letzten Abiturjahr ein für uns sehr großer Schritt war. Als uns angeboten wurde, dass wir auf Tim Schäfers Blog etwas schreiben dürfen, haben wir uns sehr gefreut. Wir beide erinnern uns daran, als Tim Schäfer vor knapp zwei Jahren an unserer Schule im Rahmen der von Jean-Marie Schwarzkopf geleiteten Börsenclub AG bei einer Hauptversammlung war und wir ihm Fragen über das Investieren stellen durften.

Fragerunden wie diese haben dafür gesorgt, dass wir ebenfalls früh angefangen haben, unser Geld zu investieren. Dies ist einer der Faktoren, weshalb wir unser Startkapital selbst aufbringen konnten. Wir freuen uns riesig, dass wir die Möglichkeit haben, etwas über Coffeecycle zu berichten. Doch fangen wir erst mal von vorne an und erzählen, was Coffeecycle überhaupt ist und welches Problem wir angehen wollen.

Jährlich werden allein in Deutschland 20 Millionen Tonnen nährstoffreicher Kaffeesatz entsorgt. Doch wie kann man diesen nährstoffreichen Kaffeesatz vor dem Abfall schützen? Coffeecycle liefert die Lösung! Coffeecycle stellt qualitativ hochwertige Naturkosmetik aus recyceltem Kaffeesatz der Hamburger Cafés her. So kannst du pro gekauftes Produkt direkt deinen Kaffeemüll kompensieren. Du tust also deiner Haut und der Umwelt etwas Gutes!

Kaffeegenießer: Deutsche trinken im Jahr 166 Liter pro Kopf

Der durchschnittliche Konsum von Kaffee liegt jährlich in Deutschland bei 166 Litern pro Kopf. Nach der Zubereitung eines Kaffees wird der übriggebliebene Kaffeesatz weggeworfen. So ergeben sich in Deutschland über 20 Millionen Tonnen an Kaffeesatz, die jährlich in den Müll wandern. Doch genau dieser Kaffeesatz ist uns von „Coffeecycle“ zu schade für ein Abfallprodukt, da er auch nach der Benutzung zahlreiche Nährstoffe beinhaltet. Der Kaffeesatz neutralisiert Gerüche, der noch enthaltene Koffeinanteil strafft die Haut und sorgt für eine bessere Durchblutung. Außerdem entfernt der Kaffeesatz tote Hautzellen. Somit ist der Kaffeesatz ein großartiger Inhaltsstoff für Naturkosmetik.

Wir von Coffeecycle stehen also für nachhaltige und qualitativ hochwertige Naturkosmetik, mit der man nicht nur sich, sondern vor allem der Umwelt etwas Gutes tut!

Unser Team besteht ausschließlich aus jungen und kreativen Köpfen, welche die Zukunft der Kosmetik neu definieren möchten. Bei keiner anderen Generation spielt der Megatrend Nachhaltigkeit eine so große Rolle, wie in der Generation Z.

Unser Ziel ist es, jedes Café in Hamburg frei von Abfall in Form von Kaffeesatz zu bekommen! Der Basis unseres geliebten Kaffees können wir viel mehr als einen leckeren Espresso entbehren.

Wie genau entstand unsere Geschäftsidee?

Die Geschäftsidee kam Leonardt Mücke am Ende einer Arbeitsschicht im Café, in dem er arbeitet. „Ich schloss samstagmorgens das Café, in dem ich arbeite, auf und machte den ersten Kunden ihren gewünschten Morgenkaffee. Der Arbeitstag war nicht besonders spektakulär, sondern eher gewöhnlich. Als ich abends allerdings den Müll rausbringen wollte, fiel mir der pralle Beutel mit Kaffeesatz auf, der sich über den ganzen Tag angesammelt hatte. Ich hatte diesen Beutel zu diesem Zeitpunkt schon oft entsorgt und nicht weiter hinterfragt, was ich da genau wegwerfe. Doch an diesem Abend stellte ich mir die Frage: Kann man diesen Kaffeesatz noch weiterverwenden? Ich erzählte meinem Freund und Geschäftspartner davon.” Wir fingen an, zu recherchieren. Es stellte sich raus, dass der Kaffeesatz ein wahres Wundermittel ist!

Im Zuge des Wettbewerbes Business-at-school entwickelten wir unsere Idee weiter. Wir kreierten Prototypen, sprachen mit diversen Seifenproduzenten, Hautärzten, Chemikern. Dann überlegten wir uns Marketingstrategien, damit wir das fiktive Unternehmen so realitätsnah wie möglich aufbauen können. Hiermit waren wir sehr erfolgreich! Nach dem Landesfinale der dritten Phase von Business-at-school, aus dem wir glücklicherweise als Sieger hervorkamen, kontaktierten uns die ersten potenziellen Kunden und boten uns eine Zusammenarbeit an.

Einen Produzenten zu finden war schwierig

Für uns war sofort klar, dass wir unsere Idee verwirklichen wollen. Gesagt, getan! Nachdem wir entschlossen waren, unsere Idee umzusetzen, fragten wir unseren Wirtschaftslehrer Jean-Marie Schwarzkopf, ob er uns dabei helfen kann. Denn woher sollten wir mit 17 und 18 Jahren wissen, wie man ein Unternehmen aufbaut? Nach einigen ausführlichen Gesprächen haben wir am 17.07.2021 unseren Gesellschaftsvertrag unterschrieben. Anschließend eröffneten wir ein Bankkonto, meldeten unser Gewerbe an, suchten geeignete Cafés als Kaffeesatzquelle, bauten unseren Onlineshop, eröffneten eine Versicherung und vieles mehr. Das hierbei Schwierigste war einen geeigneten Produzenten zu finden, welcher nachhaltig und qualitativ hochwertige Naturkosmetik herstellen kann. Nach verschiedensten Prototypen von unterschiedlichsten Produzenten haben wir den geeigneten Produzenten gefunden.

Nachdem der für uns wichtigste Schritt getan war, haben wir unsere erste Bestellung in Auftrag gegeben. Nun bemerkten wir, dass wir noch keinerlei Erfahrung darin besaßen, wie man einen Onlineshop aufbaut oder wie man seine Produkte in den Einzelhandel bekommt. Unsere Produkte kamen an. Und wir realisierten, dass wir unsere Produkte einer Sicherheitsprüfung unterziehen mussten. Diese war sehr herausfordernd. Wir lernten viel dazu, was uns im Nachhinein für zukünftige Produkte helfen wird. Nachdem unsere Produkte zugelassen wurden, konnten wir am 27. Oktober mit unserem Onlineshop beginnen. Wir arbeiten im Moment daran, in verschiedenste Einzelhandelsläden zu kommen.

Wir hoffen, dass wir Dir Coffeecycle näher bringen konnten. Danke für die Möglichkeit. Für mehr Informationen schaut gerne bei uns vorbei oder hinterlass einen Kommentar!

Liebe Grüße Leo und Liam

Homepage von Coffeecycle:
https://www.coffeecycle-hamburg.com/

Instagram von Coffeecycle:
https://instagram.com/coffeecycle.hamburg

Instagram von Lehrer Jean-Marie Schwarzkopf:
https://instagram.com/jean_marie_schwarzkopf

Autor: Leonardt-Alexander Mücke

Jetzt den Artikel auf TimSchaeferMedia.com lesen

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Written by Tim Schäfer

Der Journalist Tim Schäfer lebt seit dem Frühjahr 2006 in New York. Wöchentlich berichtet er über die Geschehnisse an der Wall Street für Euro am Sonntag und Börse Online, zwei führende deutschen Wirtschaftspublikationen. Darüber hinaus schreibt er für das aktien-Magazin und die Börsenbriefe Prior Global und Prior Börse.

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