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Krieg, Corona, Preisschock: Die Turbulenzen werden heftiger. Was tun? Mehr Sport machen, gesund ernähren und mutig gegen den Trend investieren

Die Börse wackelt. Wir stehen vor schwierigen Zeiten. Die Inflation ist außer Kontrolle geraten – in Teilbereichen hat sich die Teuerung auf ein 40-Jahres-Hoch geschraubt. Großbritannien meldete gerade für Mai 9,1 Prozent Inflation. Das ist eine erhebliche Belastung für die Menschen. Sprit, Strom, Lebensmittel werden immer teurer. Die Notenbanken wie die Fed sind alarmiert. Sie müssen reagieren. Die Leitzinsen stehen vor kräftigen Erhöhungen.

Was machst du als Aktionär in diesen Krisenzeiten? Wir haben einen Bärenmarkt, der sich so schnell nicht nachhaltig erholen wird angesichts der massiven Probleme: Krieg, Corona, Inflation … Aber was machen? Du gibst per Sparplan jeden Monat reichlich Geld in deine ETFs. Vielleicht in diesen hier von Vanguard. Du verlierst deinen Optimismus nicht. Österreichs Zeitung “Die Presse” hat einen guten Podcast heute gebracht zum Thema “10.000 Euro Investieren als jüngerer Anleger“. Geraten wird zu einem internationalen ETF/Fonds – so früh wie möglich anzufangen.

Statt ein Haus zu kaufen, sollte man in Parkplätze in Großstädte investieren, rät der Podcast. In Wien könne man beispielsweise Parkplätze ab 20.000 Euro kaufen. Dort lässt sich gutes Geld verdienen. In Berlin sind die Parkplätze teuer geworden. Lohnt sich das noch? Vielleicht als Langfristinvestor, der gut verhandeln kann.

Also, weiter Investieren. Du lenkst dich von der Dauerkrise am besten mit viel Sport, Bewegung ab. Das hebt die Stimmung, baut die Ängste ab:

Und du achtest auf eine gesunde Ernährung, auch das hebt die Stimmung. Vielleicht nimmst du dir vor, zehn Kilo dieses Jahr abzuspecken:

Such nach Sparmöglichkeiten

Du suchst nach Sparmöglichkeiten in deinen Konsumausgaben. Früher gab es mehr Verzicht. Zum Beispiel spielte die Eigenleistung eine große Rolle. Heute wird für jede kleinere Reparatur ein Handwerker bestellt. Es muss eine Putzfrau her. Früher haben die Menschen ihren Garten selbst angelegt, heute wird ein Landschaftsgärtner für viel Geld angeheuert. Es muss ein Pool her usw.

Viele Menschen haben kein Einnahme-, sondern ein Ausgabeproblem! Früher bist du einmal im Jahr in den Urlaub gefahren. Heute werden zig Reisen gemacht – auch über ein langes Wochenende fliegen einige schon weg. Gleichzeitig will man heute ein nagelneues 150m² Haus mit einem großen Garten haben. Natürlich in guter Lage. Dann muss ständig modernisiert werden. Eine neue Kücheninsel. Ein neues Marmorbad. Der moderne Konsummensch braucht ein neues Auto, wenn das “Alte” fünf Jahre alt ist, obwohl es noch komplett in Ordnung ist. Keiner will ein Auto fahren, das alt aussieht, so scheint es zumindest zu sein.

Wenn das benötigte Eigenkapital für ein schickes Haus oder schnittige Wohnung nicht vorhanden ist, wird gemeckert. Anstatt zu sparen, beschwert man sich. Es gibt Familien, die verdienen das dreifache Einkommen des Durchschnitts und kommen trotzdem nur auf eine Sparquote von zwei Prozent. Es mangelt an Genügsamkeit, an Bodenständigkeit.

Ziel sollte sein 100.000 im Depot im Alter von 33 Jahren zu haben

Ich möchte dich motivieren, einen Nebenjob anzunehmen. Ich hatte immer einige Nebenjobs. Das hat mir geholfen, schneller beim Depotaufbau zu sein. Der kanadisch-amerikanische Geschäftsmann Kevin O’Larry empfiehlt, dass man mit 33 Jahren 100.000 Dollar im Depot haben sollte. Wer seine Sparziele zu gering setze, werde von der Zeit bestraft und könne kein ausreichendes Vermögen mehr aufschichten, warnt er. Leser Vinc ist jedenfalls auf gutem Weg, im Alter von 30 sechsteilig im Depot zu sein, das hat er im Leserbrief geschildert. ich finde es klasse, was er sich aufgebaut hat.

Nebenher kannst du dich vielleicht selbstständig machen. Es kann ein Gartendienst (Rasenpflege), Webservice, Nachhilfe … sein. Wo kannst du noch Geld verdienen? Fitnesstraining, TV/Heimkino installieren, Landschaftsbeleuchtung, Hausreinigung, Entrümpeln, Bepflanzungen …

Die Website TheMarket.ch, für die ich schreibe, hat einen Leitfaden für Anleger herausgebracht, der kostenlos ist: Nach dem Motto wetterfest Anlegen in schwierigen Zeiten.

Ach ja, wer nach einem günstigen Urlaub sucht, der schaut sich bei Kreuzfahrtschiffen um. Einige Anbieter haben die Preise pro Nach auf unter 100 Dollar gesenkt, während Hotels in den USA im Schnitt fast 150 Dollar kosten. Bei den Ozeanriesen ist wohlgemerkt feines Essen mit dabei und andere Extras. Besonders stark scheinen zur Zeit die Rabatte bei Norwegain Cruise Line zu sein.

Aber angesichts von Affenpocken, Corona und Krise kannst du auch mal auf Fernreisen verzichten. Freunde waren auf einem Schiff und mussten in eine nervige Quarantäne, nachdem bei ihnen der Covid-Test positiv ausgefallen war. Es soll richtig nervig gewesen sein – in der Kajüte oder einem kleinen Hotelzimmer eingesperrt zu sein.

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Written by Tim Schäfer

Der Journalist Tim Schäfer lebt seit dem Frühjahr 2006 in New York. Wöchentlich berichtet er über die Geschehnisse an der Wall Street für Euro am Sonntag und Börse Online, zwei führende deutschen Wirtschaftspublikationen. Darüber hinaus schreibt er für das aktien-Magazin und die Börsenbriefe Prior Global und Prior Börse.

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