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ETF-Sparplan: Wie aus 100 Euro im Monat eine halbe Million wird.

Fang am besten an, wenn du volljährig wirst, in einen ETF wie den S&P 500 von Vanguard zu investieren. 100 Euro im Monat können Enormes bewirken. Bist du 65 Jahre alt, werden daraus 400.000 Euro. Das ist nicht schäbig.

Ich kaufe jede Woche weitere Aktien in mein Depot zu. Stur und stetig. Ich kaufe nur zu, verkauft werden keine Anteile. Ich folge meiner Mission: “extremes Buy and Hold”. Zwar sind die FAANG-Aktien am Sinken seit die FED Zinserhöhungen angekündigt hat. Doch stört mich das nicht. Andere Aktien in meinem Depot gleichen das wieder aus. Etwa befindet sich die Beteilgungsfirma Berkshire Hathaway endlich im Höhenflug. Auch erholen sich meine Ölaktien wie Chevron und Exxon, endlich – nach langer Talfahrt war es an der Zeit. Auf die Dividenden der beiden Öl-Dinos freue ich mich seit langem. Es sind zwei Dividendenaristokraten. Seit 39 Jahren erhöht Exxon die Dividende. Seit 1912 macht Chevron eine Ausschüttung, seit 34 Jahren steigt sie.

Die Zeit der Value-Aktien ist gekommen. Sie laufen wie verrückt seit einigen Wochen.

Berkshire mit Finanzgenie Warren Buffett an der Spitze läuft wie am Schnürchen, während Tech-Aktien gen Süden tendieren:

Gerade im Ölbereich entdecke ich spannende Aktien. Etwa Whiting Petroleum oder Oasis Petroleum, die gingen noch vor über einem Jahr durch ein Chapter-11-Insolvenzverfahren in den USA. Doch nun sind sie gesund und munter. Sie haben sich entschuldet, Kosten gesenkt, das Management ausgetauscht. Über solch überraschenden Sanierungsfälle habe ich für “Börse Online” kürzlich einen Artikel geschrieben. Die Gewinn-Multiple für beide Ölförderer Oasis und Whitining Petroleum sind extrem niedrig. Es ist der helle Wahnsinn. Es finden sich noch immer Schnäppchen an der Börse. Aber nichts ist ohne Risiko zu bekommen. Das ist eben Börse.

Richtig spannend ist auch der Agrarmarkt. Die Preise für Getreide, Palmöl, Milch, Eier, Fleisch ziehen an. Landwirtschaftliche Flächen haben sich massiv verteuert in den vergangenen 2 Jahren.

In weiser Voraussicht hat sich Bill Gates still und heimlich in den vergangenen zehn Jahren Farmland unter den Nagel gerissen. Er ist zum größten US-Landbesitzer aufgestiegen. Der Milliardär ist clever. Alles, was der Microsoft-Gründer anfasst, scheint zu Gold zu werden.

In diesem Zusammenhang finde ich die Aktie The Andersons attraktiv. Für “Euro am Sonntag” schrieb ich über die Agrarfirma aus Ohio. Ich habe jede Woche die Rubrik “Hot Stock der Wall Street”. Seit dem Börsengang an die Nasdaq im Februar 1996 zahlt Andersons Dividenden, seit 101 Quartalen. Die Dividendenrendite beträgt 1,9 Prozent. 

Wir haben eine zweigeteilte Gesellschaft. Die einen sparen und investieren eifrig. Die anderen leben von der Hand in den Mund. 6,6 Millionen Deutsche nutzen ihren Dispokredit, obwohl das ein teurer Spass ist. In New York sehe ich jeden Tag das Elend mit der Altersarmut. Es ist ein Grauen:

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Written by Tim Schäfer

Der Journalist Tim Schäfer lebt seit dem Frühjahr 2006 in New York. Wöchentlich berichtet er über die Geschehnisse an der Wall Street für Euro am Sonntag und Börse Online, zwei führende deutschen Wirtschaftspublikationen. Darüber hinaus schreibt er für das aktien-Magazin und die Börsenbriefe Prior Global und Prior Börse.

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