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Börse taumelt: Ich kaufe weiter ETFs und Aktien zu. Lass dich nicht verrückt machen

Die Börsen wackeln. Der Krieg in der Ukraine, die Inflation und Versorgungsengpässe bereiten Sorgen. Bleib einfach auf Kurs und achte auf die Dinge, die du steuern kannst. Und schon wird es dir finanziell gut gehen: Diversifikation, Vermögensallokation, Steuern und Kosten. Sprich ein schöner ETF-Sparplan und Aktien schön gestreut – das ist die halbe Miete. Ich kaufe einfach mehr ETFs dazu. Stur und stetig.

Prüf in diesen Zeiten nicht jeden Tag dein Depot. Das macht dich nur unsicher. Mit einem Indexfonds bzw. ETF kann wenig anbrennen. Warte 30 oder 40 Jahre ab. Und dir wird es blendend gehen. Geh in die Natur, mache Sport, lenk dich von der Krise ab.

Öl- und Gasriesen schwimmen im Geld

Zur Zeit läuft vor allem Öl und Gas gut. Die Energiepreise heben ab und helfen den Förderern. BP musste zwar 24 Milliarden Dollar in den Wind schreiben für ihr russisches Geschäft. Doch bereinigt um diesen Sonderaufwand verdienten die Briten im ersten Quartal 6,2 Milliarden Dollar, das höchste Resultat seit 2008. BP baute die Aktienrückkäufe aus. Shell verdiente auf bereinigter Basis 9,1 Milliarden Dollar, das beste Resultat in der Geschichte. ExxonMobil hat sein Aktienrückkaufprogramm verdreifacht. Chevron meldete das profitabelste Quartal seit 2012.

Ich habe Exxon und Chevron seit über 12 Jahren in meinem Depot und stocke sie weiter über die Dividenden auf. Das Cash fließt in Strömen in der Branche. Es ist der helle Wahnsinn. Auch einige Konsumgüteraktien halten sich in diesen turbulenten Börsenzeiten stark gegen den Trend.

Ich mach aus meinem Blog keine Werbemaschine 

Das stetige Investieren hat mein Leben verändert. Ich erhalte jede Menge Marketingangebote, Affiliate-Deals, sponsored Blogposts und so weiter. Ich sage schlicht “Nein danke”. Weil ich das Geld nicht brauch. Mein Ruf ist mir wichtiger als so ein blödes Werbeding.

Ich erhalte von Werbeleuten Anrufe, die ich nicht annehme. Für meinen YouTube-Kanal, der knapp 25.000 Abonnenten hat, erhielt ich schon vor längerer Zeit ein Angebot für ein Sponsoring. Es kam von einem ziemlich bekannten Finanzdienstleister. Brauch ich nicht.

Ich sag einfach “Nein”. Ich hab zum Glück die Freiheit, nicht bei jedem YouTube-Video eine Werbebotschaft vorzulesen. Andere tun das.

Ich vermied den Lifestyle-Wildwuchs

Ich begann vor dem Jahr 2000 in Aktien zu investieren. Es ist ein ziemlich leichter Weg, wenn du das Grundprinzip verstanden hast. Ich hab 50 Prozent und mehr gespart von meinem Nettoeinkommen. Ich hab den Lifestyle-Wildwuchs vermieden. Schulden für Konsum mied ich. Schulden für Immobilien hab ich freilich aufgenommen. Aber konservativ. Mit Aktien, ETFs und Immobilien fühle ich mich heute wohl. Und die sinkenden Börsenkurse verunsichern mich nicht. Ich kaufe weiter zu.

Ich nutze so gut wie nie Essenszustell-Apps. Ein Auto brauch ich nich, ich nehm lieber die U-Bahn oder den Bus. Vor lauter Langeweile gehe ich nicht Einkaufen. Und auf diese kleinen wiederkehrenden täglichen Einkäufe (Coffee to Go, Sandwiches, Burger …) kann ich ebenfalls verzichten. Finanziell frei zu sein hat viele Vorteile. Da kann ich gerne auf die Konsum-Clown-Dinge verzichten.

Wenn du dein eigener Chef bist, ist das ein Traum. Wer hat schon Lust jeden Tag passiv-aggressive Emails vom Boss oder Mobbing-Anrufe zu erhalten?

Du behältst deine Ausgaben im Auge. Du solltest wissen, wo dein Geld hingeht. Konsumenten sollten versuchen, die Kontrolle über jeden Euro zurückgewinnen. Gerade in diesen verrückten Inflationszeiten ist es wichtig, einen Überblick zu behalten.

Wenn deine Miete zu teuer wird, ziehst du vielleicht etwas weg vom Arbeitsplatz. Das Pendeln kann stressig sein, Zeit rauben und Geld kosten (Sprit, ÖPNV, Zug). Aber vielleicht musst du nicht jeden Tag zur Arbeit und kannst öfter vom Home Office aus arbeiten. Wer im Speckgürtel einer Großstadt lebt oder in einem kleinen Dorf auf dem Land, kann einiges sparen gegenüber einer City-Wohnung. Das zeigt diese Auswertung. Jedenfalls gehen die Immobilienpreise und Mieten durch die Decke, das macht keinen Sinn mehr.

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Written by Tim Schäfer

Der Journalist Tim Schäfer lebt seit dem Frühjahr 2006 in New York. Wöchentlich berichtet er über die Geschehnisse an der Wall Street für Euro am Sonntag und Börse Online, zwei führende deutschen Wirtschaftspublikationen. Darüber hinaus schreibt er für das aktien-Magazin und die Börsenbriefe Prior Global und Prior Börse.

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